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Konzert / Archiv | Beitrag vom 24.03.2019

Debüt im Deutschlandfunk Kultur Herrin der Schlegel

Moderation: Kamilla Kaiser

(http://www.vividrums.com / Adriana Yankulova)
Die Schlagzeugerin Vivi Vassilieva (http://www.vividrums.com / Adriana Yankulova)

Die Welt besteht aus Rhythmen. Vivi Vassilieva und ihr Percussion Quartett machen sie hörbar. Nun ist das Ensemble erstmals in Berlin zu hören.

Debüt im Deutschlandfunk Kultur
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 21.03.2019

Johann Sebastian Bach
Menuett I & II
aus: Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur, BWV 1007
für Marimba solo

Alexej Gerassimez                                                          
"Asventuras" (2011)
für Kleine Trommel solo

Oriol Cruixent                                                                     
"Suite Iniciàtica" (2015)
für Schlagzeugquartett

ca. 20.50 Uhr Konzertpause 
Mascha Drost im Gespräch mit Vivi Vassileva und Alexander Georgiev

Iannis Xenakis                                                                     
"Rebonds B" (1987/88)
für Schlagzeug solo

Viviane Vassileva                                                                 
"Kalino Mome"
für Marimba, Vibraphon, Glockenspiel und Setup

John Cage                                                            
"Third Construction" 
für vier Perkussionisten

Minoru Miki                                                          
2. Satz,  aus:  "Marimba Spiritual" (1984)
für Marimba und drei Perkussionisten

Vivi Vassileva Percussion Quartett:
Vivi Vassileva
Alexander Georgiev
Maria Chlebus
Thomas Sporrer

Das Programmheft des Konzertes finden Sie hier.

Die Perkussionistin Vivi Vassilieva, Tochter bulgarischer Musiker, ausgebildet an der Musikhochschule in München von Peter Sadlo, knackt auch die vertracktesten Rhythmen. Nach Berlin kommt sie mit drei Freunden als Quartett. In ihrem Programm findet sich neben Klassikern des Schlagwerk-Repertoires des 20. Jahrhunderts auch eine eigene Komposition.

Ihr erster "Unterricht" fand an einem kleinen Strand in Bulgarien statt, inspiriert von der Leidenschaft der dortigen Künstler, die sie mit ihren temperamentvollen Rhythmen in Kontakt brachten. Mit dem professionellen Schlagzeugunterricht begann sie 2004 bei Claudio Estay. Nachdem sie mit nur 13 Jahren den ersten Preis in "Jugend musiziert" gewann, wurde sie das jüngste Mitglied im Bundesjugendorchester. Im Alter von 16 Jahren kam sie als Jungstudentin zu  ihrem großen Vorbild Peter Sadlo. Es folgten weitere Preise in internationalen Marimba-Wettbewerben in Paris und Nürnberg. Beim 63. ARD-Musikwettbewerb gewann sie zwei Sonderpreise für ihre herausragende Leistung als jüngste Semifinalistin. Bei der Suche nach Klängen offenbart ihr das Schlagzeug ein unendliches Spektrum an Möglichkeiten. Im Herbst 2017 bekam Vivi Vassileva den Bayerischen Kunstförderpreis.

Die Musikerin hat vier Schlägel in der Hand und springt in die Höhe (http://www.vividrums.com / Adriana Yankulova)Die Schlagzeugerin Vivi Vassilieva (http://www.vividrums.com / Adriana Yankulova)

Alexander Georgiev, geboren in Bulgarien, studierte Marimba bei Bogdan Bacanu und Schlagwerk bei Leonhard Schmidinger an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Zwischen 2013 und 2015 war er als Schlagwerk-Akademist beim Bruckner Orchester Linz engagiert. Georgiev ist seit 2017 Professor am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt. Er musiziert als Marimba- und Schlagzeugsolist sowie in kammermusikalischen Ensembles und Orchestern und arbeitete dabei mit renommierten Musikern und Dirigenten zusammen, u.a.  Yuja Wang, Martin Grubinger jun. ,Martin Grubinger sen., Leonhard Schmidinger, Ferhan und Ferzan Önder, Alison Balsom, Ronnie Barrak, Ton Koopman, Dennis Russel Davies, Percussive Planet Ensemble, Ensemble Mini, Brasscussion, A-Percussion, L’orfeo Barockorchester, Ars Antiqua Barockensemble und Camerata Salzburg.

Der Musiker lacht in die Kamera, dabei trägt er kleine Kopfhörer im Ohr. (https://www.konse.at/content/georgiev-alexander) Der Schlagzeuger Alexander Georgiev (https://www.konse.at/content/georgiev-alexander)

Maria Chlebus wurde in Kalifornien geboren und wuchs in Polen auf. Sie studierte zunächst an der Karol Lipiński Academy of Music in Wrocław und setzte dann ihre Ausbildung an der Universität Miami bei Svetoslav Stoyanov und Mathew Strausfort, an der Universität Yale bei Robert van Sice und an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bei Leonhard Schmidinger und Bogdan Bacanu fort. Im Jahr 2014 spielte sie das Konzert Nr. 1 für Marimba und Orchester von Anders Koppel mit dem Houston Symphony Orchestra und gewann damit den 3. Preis beim Ima Hogg Concerto Competition. Seit 2018 ist Maria Chlebus Mitglied des Orchesters Sinfonia Varsovia

1982 geboren, entdeckte Thomas Sporrer im Alter von neun Jahren seine Leidenschaft für das Schlagzeug. Während seines Masterstudiums an der Universität Augsburg wurde er von Jost Nickel und Roland Peil unterrichtet. Bei Anika Nilles, Eliel Lazo und Stefan Maass erweiterte er seinen musikalischen Horizont in Richtung Gospel Drumming und Latin/Pop-Percussion. Erfahrung im orchestralen Bereich konnte Thomas Sporrer als Solopauker am Opernhaus Kairo, als Praktikant der Augsburger Philharmoniker, durch  Engagements bei den Münchner Symphonikern sowie als Solist beim Münchner Rundfunkorchester und der  Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sammeln. 2011 gründete er mit dem japanischen Taiko-Virtuosen Takuya Taniguchi und Carl Amadeus Hiller die Formation DRUMATURGIA

Der Musiker steht in einer alten, Licht durchfluteten Industriehalle. (www.thomassporrer.de)Der Schlagzeuger Thomas Sporrer. (www.thomassporrer.de)

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