Debatte um Kanye West - Veranstalter verteidigt Festival-Auftritt

    Rapper Kanye West im Februar 2025 in einem schwarz-weiß gemusterten Sakko
    Kanye West ist für das Festival "Wireless" in London gebucht. Einer der Veranstalter verteidigt das geplante Konzert gegen Kritik. © picture alliance / Raoul Gatchalian / STAR MAX
    Einer der Veranstalter des Festivals "Wireless" in London hat das geplante Konzert von US-Rapper Kanye West gegen Kritik verteidigt. Melvin Benn, Geschäftsführer des Unternehmens Festival Republic, rief dazu auf, dem Musiker "etwas Vergebung und Hoffnung entgegenzubringen". West habe ein gesetzliches Recht, nach Großbritannien zu kommen und dort aufzutreten. Benn reagierte damit auf Forderungen, Kanye West wegen seiner früheren antisemitischen Äußerungen die Einreise zu verwehren. Auch der britische Premier Starmer hatte sich geäußert und es "zutiefst besorgniserregend" genannt, dass der Rapper für das Festival gebucht wurde. Großbritannien sei ein Ort, an dem sich jüdische Menschen sicher fühlen sollten. Dafür trage jeder die Verantwortung. Medien berichteten, dass sich Sponsoren der Veranstaltung zurückgezogen hätten. West, der mittlerweile unter dem Namen Ye auftritt, ist unter anderem durch die Verherrlichung des Nationalsozialismus aufgefallen. So hatte er im vergangenen Jahr ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht. Anfang des Jahres bat er dann im "Wall Street Journal" um Entschuldigung. Er sei weder ein Nazi, noch ein Antisemit, schrieb West. Sein Verhalten führte er auf eine bipolare Störung zurück.