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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 27.09.2019

Debatte um HeimatVerbindendes Element oder Kampfbegriff?

Moderation: Alexandra Gerlach

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Peter und Gerda Steiner in Tracht stoßen mit Roberto Blanco an. (imago)
Der in der 90er-Jahre-Fernsehsendung "Heimatmelodie" gezeigte Heimatbegriff war vor allem eine Mischung aus Volksmusik, Dialekt und Geschunkel. (imago)

Was meinen wir, wenn wir "Heimat" sagen? Deutschland, Europa oder nur die eigene Nachbarschaft? Ist Heimat vor allem Erinnerung an vermeintlich bessere Zeiten? Was wird daraus, wenn Migrantinnen und Migranten kommen, die ihre eigene Heimat mitbringen?

Der Gedanke an die Heimat bringt zwar nicht mehr viele Menschen um den Schlaf, wie einst den Dichter Heinrich Heine im Exil. Aber leicht tun wir Deutschen uns immer noch nicht mit unserer Heimat. Lange war der Begriff verdächtig, belastet durch seinen Missbrauch in der NS-Zeit. Heute ist Heimat in aller Munde, es gibt sogar einen Bundesminister für Heimat.

Stiftet der Gedanke an Heimat Identität und Zusammengehörigkeit oder trennt er – die von hier gegen die von draußen? Kann ein Mensch mehrere Heimaten haben? Brauchen wir eine neue Definition von Heimat? Gibt es ein deutsches Heimatgefühl West und eines Ost? Wie können wir verhindern, dass Heimat zum politischen Kampfbegriff wird? Ist Heimat verhandelbar? Und macht die Globalisierung der Heimat nicht sowieso früher oder später den Garaus?

Darüber diskutieren:

Thea Dorn, Schriftstellerin, Theaterkritikerin, Moderatorin

Romina Barth, Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Torgau (CDU)

Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, geboren in Rumänien, seit 2014 Abgeordneter des Sächsischen Landtags

Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden

Die Podiumsdiskussion fand am 24. September 2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Frauenkirche" in der Dresdner Frauenkirche statt, in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Sächsischer Zeitung.

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