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Echtzeit | Beitrag vom 22.02.2020

Das Luxus-EiWeg vom Ei-nerlei

Tina Hüttl im Gespräch mit Martin Böttcher

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Ein goldfarbenes Ei liegt auf einer Fläche. (picture alliance / imageBROKER)
Warum ein edles Ei nicht aus Gold sein muss, erklärt Tina Hüttl. (picture alliance / imageBROKER)

Was an Zeit, Arbeit und Liebe drinsteckt, schmeckt man am Ende auch. Bei Obst, Gemüse und Fleisch herrscht darüber längst Einigkeit. Nun haben sich einige Landwirte darangemacht, den Ei-Geschmack zu veredeln.

Ei ist nicht gleich Ei, da gibt es riesige Geschmacksunterschiede. Es kann sehr interessant sein, immer mal verschiedene zu kaufen: Mal ein Bio-Ei, ein Demeter-Ei – oder Eier von freilaufenden Hühnern beim Discounter, die dann auch nicht viel kosten.

Bei einer Blindverkostung könnte wohl niemand mit Sicherheit sagen, welches davon welches ist, weil es immer auch davon abhängt, wie groß die Lust auf ein Ei gerade ist – und wie es zubereitet wurde. Aber genauso, wie schlechte Eier aus der Kindheit, die manchmal Fischgeschmack hatten, unvergessen bleiben, merkt man, wenn ein besonders gutes Ei auf den Teller oder in den Eierbecher kommt.

So kann zum Beispiel bei einem Frühstück auf einem Gutshof auch das Frühstücksei geschmacklich in Erinnerung bleiben, besonders dann, wenn die Hühner zwischen den Gästen herumlaufen. Auch eine fantastische Zubereitung – etwa als Onsen-Ei mit einer Senfhollandaise – kann zu einem unvergesslichen Ei-Geschmackserlebnis führen.

Mehrere Eier liegen in einem Korb im Wasser einer heißen japanischen Quelle. Man nennt so zubereitete Eier Onsen Eier. (imago images / Panthermedia)Onsen Eier werden in den heißen Quellen Japans gegart. (imago images / Panthermedia)

Kombination aus Zubereitung und Eigengeschmack

Hier kommt es dann aber auch darauf an, Eier mit einem besonderen Eigengeschmack zu verwenden. Eine Grundwahrheit lautet: Beim Ei schmeckt nur der Dotter, je größer dieser im Verhältnis zum Eiweiß ist, umso intensiver der Geschmack.

Wo aber finden sich solche außergewöhnlichen Eier? Welche Tricks wenden Landwirte an, um ihre Eier besonders zu machen? Und ist es nicht beinahe dekadent, als Produzent seine Hühner jeden Tag mit Ziegenmilch und einem besonderen Brei zu füttern, um deren Eier dann für rund 4 Euro pro Stück zu verkaufen?

Foodexpertin Tina Hüttl war unter anderem im Restaurant Großherz in Berlin und bei Bauer Johannes Habel in Brandenburg, um für ihren Live-on-Tape-Beitrag dem Geheimnis edler Eier auf die Spur zu kommen.

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