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Radiofeuilleton - Bühne / Archiv | Beitrag vom 01.09.2013

Das Leben eines Hanseaten

"Willy Brandt - Die ersten 100 Jahre" am Theater Lübeck

Michael Wallner im Gespräch mit Susanne Burg

Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) im Jahr 1972 (AP)
Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) im Jahr 1972 (AP)

Am 18.12. 2013 wäre Willy Brandt 100 Jahre alt geworden. Das Theater Lübeck feiert den Sohn der Stadt mit einem neuen Stück über das Leben des Politikers. Regisseur Michael Wallner sagt, er wolle damit "ein Gefühl für die Person und für die Zeit wecken."

Der Kniefall von Warschau, das Thema der deutschen Schuld, die Guillaume-Affäre, eine engagierte Ostpolitik nach dem Prinzip "Wandel durch Annäherung" – das sind nur einige Stichworte die man mit dem politischen Leben des SPD-Politikers Willy Brandt verbindet, der von 1969 bis 1974 Bundeskanzler war.

Michael Wallner sagt, jeder habe sein eigenes "Willy-Bild" im Kopf. Sein Stück wolle das individuelle Bild jedes Zuschauers wachrufen und dazu verführen, die Brandt-Version auf der Bühne mitzuerleben. Der Theaterabend stelle die Frage, was die Politik mit den Politikern mache.

Brandt werde als zwiespältiger Charakter dargestellt: einerseits als Mensch, der die Massen begeistert hat, andererseits als Einzelgänger und Eigenbrötler. Lübeck spiele in Brandts Leben und dem Stück eine entscheidende Rolle. Die Stadt, seine Vaterlosigkeit und das Leben mit dem Großvater hätten ihn sehr geprägt.

Wallner sieht Brandt als typischen Hanseaten. Er habe sowohl an das eigene Wohl als auch an das Wohl der Allgemeinheit, der Stadt gedacht.

Das vollständige Interview können Sie bis Januar 2014 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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