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Plus Eins | Beitrag vom 07.02.2020

Das Leben der AnderenVon Last und Lust der Nachbarn

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Zwei Zwerge vor zwei Häusern auf einem Stand auf dem Kölner Weihnachtsmarkt 2015. (imago images / Horst Galuschka)
Und wie ist ihr Verhältnis mit den Nachbarn? (imago images / Horst Galuschka)

Drei Geschichten und ein Gast: Berliner Mieter wehren sich gegen den Verkauf ihres Wohnhauses an einen Investor. Martin Keß rät zu Toleranz bei Sexgeräuschen der Nachbarn. Und die Journalistin Janina Findeisen wird in Syrien von Terroristen entführt.

Fast jeder von uns hat Nachbarn. In dieser "Plus Eins"-Ausgabe geht es viel um das Leben mit Nachbarn - im Guten, wenn man sich gegenseitig hilft, oder im Schlechten, wenn die Geräuschbelästigung von nebenan unerträglich wird.

In unserer Rubrik "Frag Martin" weiß Martin Keß in dieser Woche Rat, wenn es um das gepflegte Miteinander unter Nachbarn geht. "Wenn ich selber machmal Krach mache, muss ich toleranter sein und den anderen auch mal Krach machen lassen", sagt er. Die Hauptsache sei doch, dass die gegenseitige "Belästigungsbilanz" am Ende des Jahres ausgeglichen ist. Besonders tolerant sollte man bei Sexgeräuschen der Nachbarn sein, denn alle Statistiken wiesen doch darauf hin, dass die Deutschen nicht zu viel, sondern eher zu wenig Sex hätten.

Reporter Moritz Metz will in seiner Reihe "Erste Hilfe Freundeskreis" herausfinden, ob sich Alltagsprobleme in Zeiten des Fachkräftemangels durch eine gut qualifizierte Nachbarschaft lösen lassen. Seine Werkstatt hat Moritz auf einem Gelände, das von Investoren bebaut werden soll, doch dagegen wehren sich die Handwerker und Kleingewerbetreibenden auf dem Gelände. Und so ähnlich ging es auch unserem Lieblingsgast Maik Elshof, der mit einer Mieterinitiative den Verkauf seines Wohnhauses an einen Investor stoppte.

Die Journalistin Janina Findeisen erzählt davon, wie sie in Syrien in die Fänge der Terrororganisation Al-Nusra-Front geriet. Sie war als Journalistin nach Syrien gereist, weil sie eine ehemalige Schulfreundin und IS-Sympathisantin für eine Kinodokumentation interviewen wollte. Sie hatte die Sicherheitsgarantie der syrischen Terroristen und traf ihre ehemalige Schulfreundin mit ihren drei Kindern in der Nähe von Idlib.

Auf dem Rückweg in die Türkei wurde Findeisen entführt und verbrachte fast ein Jahr in der Gefangenschaft der Al-Nusra-Front. Zum Zeitpunkt der Entführung war sie im siebten Monat schwanger und brachte ihr Kind als Geisel von Terroristen zur Welt. 

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