"Das Lachen verging mir dann relativ schnell"

Der in Triest lebende Autor Veit Heinichen wird seit gut einem Jahr von einem anonymen Briefeschreiber verleumdet. Er sei ein Pädophiler, der aus Deutschland nach Italien geflohen sei, so der Vorwurf. Wenn man so einen Brief bekomme, könne man sich zunächst nicht ausmalen, was da noch komme, sagt Heinichen, dessen Romane um Kommissar Laurenti Bestseller geworden sind.
Bei dem ersten Brief, der ihn beschuldigte, ein Pädophiler zu sein, habe er erstmal lachen müssen, erzählt Heinichen. "Das Lachen verging mir dann allerdings relativ schnell", so der Autor. Er habe sich an einen befreundeten Polizisten gewandt, der ihm sagte, er solle die Sache sehr ernst nehmen, da die Pädophilie ein breit gestreutes Argument sei. Er habe die Ermittler dann gebeten, die Vorwürfe zu verifizieren. Natürlich hätten sie sich sofort als unwahr herausgestellt, aber die Klärung sei ihm wichtig gewesen.

Der Schriftsteller geht davon aus, dass ein Profi am Werk ist, der sehr methodisch und weitsichtig arbeitet. "Er versuchte, die Erde um mich herum zu verseuchen", sagt Heinichen. Er habe versucht, einen Keil zwischen ihn und seine Bekannten und Freunde zu treiben, was ihm nicht gelungen sei.

Heinichen will auch nicht aus Triest flüchten. "Ich liebe diese Stadt und die Menschen, die hier leben und die Stadt ist mit mir", sagt er. Wenn es ein paar Leute gäbe, die ihm das Leben vergällen wollten, würden die sich noch sehr täuschen.

Den vollständigen Beitrag können Sie mindestens bis zum 24. Juli 2009 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. ( MP3-Audio )