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Tonart | Beitrag vom 03.05.2021

Cros neues Album "Trip"Ein Rapper wird psychedelisch

Moderation: Oliver Schwesig

Cro trägt einen weißen Helm und hält einen Basketball in den Händen. (Universal Music Group / Sol Vianini)
Jetzt mit Helm statt Maske: Der süddeutsche Musiker Cro lebt derzeit auf Bali. Ende April ist sein neues Doppelalbum "Trip" erschienen. (Universal Music Group / Sol Vianini)

Entspannte Reime, sanfter Groove und viel Popmelodik. Nach vier Jahren Pause veröffentlicht der Rapper Cro nun das Doppelalbum „Trip" – mit einer opulenten Popseite, die bis ins Psychedelische geht. Aber: "Rap wird immer da sein", sagt er.

Für viele ist Cro der Meister des coolen Flow: mit seinen entspannten Reimen, dem sanft-drückenden Groove und mit viel Popmelodik. Der süddeutsche Rapper ist aber nicht nur Musiker – er war Cartoonzeichner, war einem Kinofilm zu sehen und betätigt sich ab und an als Designer. Eine Art Markenzeichen: Vor seinem Gesicht hatte er in der Öffentlichkeit stets eine Maske, inzwischen ist es ein Helm auf seinem Kopf.

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Nach vier Jahren Pause veröffentlicht er nun ein neues Studioalbum: "Trip". Im ersten Teil des Doppelalbums "Solo" wird viel gerappt, im zweiten Teil "Trip" feiert Cro seine Popseite – und zeigt, dass er mehr kann als Rap: Da geht es in psychedelische Welten, Pop und Disco.

"Man kann mich nicht einsperren"

Die Titelliste des Albums – "Alles Dope", "Good Vibes" "Smooth", "Nice!" – klingt nach einem schönen Leben. Corona sei "eine superschwere Zeit für die ganze Welt", sagt Cro, der derzeit auf Bali lebt. "Ich versuche, mit meiner Musik gute Laune zu verbreiten. Das ist das Einzige, was ich da gerade dazu beitragen kann."

Zur opulenten Pophälfte seines neuen Albums sagt er: "Man kann mich nicht einfangen, nicht einsperren, in eine Kategorie packen." Dafür liebe er Musik zu sehr, als dass er sage, er mache nur diese Musik, diese eine Schiene auf immer auf ewig. Er mache, worauf er Lust habe.

Nicht ohne Rap

"Rap wird immer da sein", betont er aber. Seine Hip-Hop-Karriere klinge keineswegs aus. "Aber die Unterlage, die musikalische, die kann natürlich vogelwildfrei sein."

Tracks wie "Endless Summer" und "Alice" muten fast schon psychedelisch an und erinnern beispielsweise an die Beach Boys oder Jefferson Airplane, die 1960er. Er liebe diese Musik, sagt Cro. "Diese ganzen Woodstock-Künstler, das ist für mich der Inbegriff für gute Vibes, Sommer, freie Welt."

(abr)

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