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Konzert / Archiv | Beitrag vom 30.07.2021

Cristian Măcelaru und das Orchestre National de FranceHommage an Camille Saint-Saëns

Moderation: Volker Michael

(IMAGO/KHARBINE-TAPABOR)
Vor 100 Jahren gestorben: der Komponist Camille Saint-Saëns. (IMAGO/KHARBINE-TAPABOR)

Dem Komponisten Camille Saint-Saëns widmet das Orchestre National de France ein Konzert in Montpellier. Cristian Măcelaru dirigiert die selten zu hörende Sinfonie "Urbs Roma" - Bertrand Chamayou spielt zwei Werke des Zeitgenossen César Franck.

Im Dezember vor 100 Jahren starb der Komponist Camille Saint-Saëns. Ihm war vor kurzem ein Konzert im südfranzösischen Montpellier gewidmet. Dort veranstaltet Radio France alljährlich ein großes Sommermusikfestival aller Sparten und Genres.

Und dort gastieren dann immer auch die Orchester des Französischen Rundfunks. Das war auch am 20. Juli so in der Opéra Berlioz in Montpellier. Gekommen war das Orchestre National de France mit seinem Chefdirigenten Cristian Măcelaru. Der Rumäne ist zugleich auch Chef beim WDR-Sinfonieorchester in Köln.

Der Dirigent Cristian Mӑcelaru (Sorin Popa/DSO Berlin)Zweimal Chefdirigent: der Rumäne Cristian Mӑcelaru. (Sorin Popa/DSO Berlin)

Das Programm in Montpellier bestand aus der F-Dur Sinfonie "Urbs Roma", einem Jugendwerk von Camille Saint-Saëns. Die gibt es am Ende des Konzerts nach einem ausführlichen Gespräch mit Michael Stegemann. Der Dortmunder Musikwissenschaftler und Publizist ist Fachmann für französische Musik wie auch speziell für das Schaffen Camille Saint-Saëns', denn er betreut die neue Gesamtausgabe der Werke des französischen Komponisten.

Sinfonische Dichtung "Les Djinns" nach Victor Hugo

Zwei Stücke für Klavier und Orchester von César Franck, einem wichtigen Zeitgenossen Saint-Saëns‘, stehen im Zentrum des Konzerts. Solist ist Bertrand Chamayou. Die flirrend-geheinisvolle Sinfonische Dichtung "Les Djinns" nach Victor Hugos epochalem Gedicht und die virtuos-beeindruckenden "Sinfonischen Variationen" - zwei relativ spät entstandene Werke Francks, der erst ein Freund, später ein Antipode von Camille Saint-Saëns war.

Der Pianist Bertrand Chamayou (Marco Borggreve)Solist des Konzerts: der Pianist Bertrand Chamayou (Marco Borggreve)

Den Anfang macht ein Werk des französischen Gegenwartskomponisten Guillaume Connesson. Er gehört zu meistgespielten Tonsetzern seines Landes.

Volksfest für Orchester

Das Stück in diesem Konzert heißt "Feu d’artifice/Feuerwerk". Connesson beschreibt es selbst so: "Dieses Werk versucht, die Stimmungen eines großen Volksfests wiederzugeben mit seinen Farben, seiner schmetternden Musik, dem Lachen und den Rufen der Kinder. Eine bunte und fröhliche Atmosphäre – das Stück ist als Orchesterkonzert konzipiert. Jedes Register tritt virtuos hervor. Eine überschwängliche rhythmische Energie prägt den ganzen Satz."

Opéra Berlioz, Le Corum, Montpellier
Aufzeichnung vom 20. Juli 2021

Guillaume Connesson
"Feux d'artifice" für Orchester

César Franck
"Les Djinns", Sinfonische Dichtung FWV 45
Sinfonische Variationen FWV 46

Camille Saint-Saëns
Sinfonie F-Dur "Urbs Roma"

Bertrand Chamayou, Klavier
Orchestre National de France
Leitung: Cristian Măcelaru

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