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Interview | Beitrag vom 06.04.2020

Corona bei HaustierenMüssen auch Hund und Katze bald zum Test?

Klaus Osterrieder im Gespräch mit Axel Rahmlow

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Eine Züchterin schmust mit ihrer Britisch-Kurzhaar-Katze  (picture alliance / dpa / ZB / Patrick Pleul)
Muss Mieze bald auf Abstand gehen? In Belgien und Hongkong wurden einige Katzen positiv auf Corona getestet. (picture alliance / dpa / ZB / Patrick Pleul)

In New York ist ein Tiger im Zoo positiv auf Corona getestet worden. Müssen Tierhalter sich jetzt auch Sorgen um Hund und Katze machen - und gar auf Abstand gehen? Dem Tiermediziner Klaus Osterrieder zufolge besteht kein Grund zur Panik.

Haustiere sind für viele Menschen jetzt ein Trost. Hund und Katze leisten Gesellschaft im Hausarrest und ersetzen vorübergehend menschliche Nähe. In einem New Yorker Zoo ist ein Tiger positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Das vierjährige Weibchen Nadia leide an einem trockenen Husten, werde sich aber voraussichtlich erholen, teilen die Betreiber des zoologischen Gartens im Stadtteil Bronx mit. Es sei weltweit die erste bekannte Infektion bei einem Tiger und das erste Mal, dass in den USA bei einem Tier die Krankheit nachgewiesen worden sei.

Forschung am Tier noch ganz am Anfang

Müssen wir uns jetzt auch Sorgen um Hund und Katze machen – und gar engen Kontakt und Streicheleinheiten vermeiden? Bei Katzen wurde das Virus in Hongkong und Belgien nachgewiesen – allerdings nur in sehr wenigen Fällen.

Coronavirus-NewsletterFür Klaus Osterrieder, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Virologie am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin, besteht kein Grund zur Panik: Katzen könnten zwar vom Menschen infiziert werden - Hunde seltener - umgekehrt gilt das aber nicht.

Jedenfalls gebe es bis jetzt noch keine Hinweise darauf, es werde derzeit daran geforscht, erklärt er: "Wir sind noch ganz am Anfang mit dem Stellen und Beantworten solcher Fragen."

Rachenabstrich ist unangenehm – auch für Haustiere

Wer dennoch in Sorge ist, sein Tier könne sich infiziert haben, gehe am besten zum Tierarzt, rät Osterrieder. An seinem Institut seien bislang mit etwa 30 Coronatests jedoch eine sehr überschaubare Anzahl von Haustieren getestet worden.

Für Menschen ist der Rachenabstrich, der dafür gemacht werden muss, ziemlich unangenehm – und ebenso für die Tiere. Das sollten alle Katzen- und Hundebesitzer bedenken.

(mkn)

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