Comics für Erwachsene

    Die Journalisten Andreas Platthaus und Stefan Pannor im Gespräch mit Marie Sagenschneider und Susanne Führer © Deutschlandradio - Bettina Straub
    15.03.2013
    Der Begriff Graphic Novel sei eine reine Marketing-Erfindung, sagt der Journalist Andreas Platthaus. Treffender sei "gezeichnete Literatur". Und sein Kollege Stefan Pannor meint, Comics hätten schon immer realistische Stoffe behandelt, das sei keine neue Entwicklung.
    "Ich finde es sehr skurril", sagt Platthaus über die vielen Mangafans, die in den Outfits ihrer gezeichneten Helden die Leipziger Buchmesse besuchen. Die Verkleidungen produzierten eine "sehr eigene Atmosphäre". Pannor hält sie für Teil einer Jugendkultur, die von den Fans ausgiebig gelebt werde. "Die setzen sich intensiv damit auseinander", würden nicht nur die Inhalte der Bücher und die Figuren kennen, sondern dafür teilweise intensiv Japanisch lernen.