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Interview / Archiv | Beitrag vom 24.06.2016

Comedian Schulte-Loh"Schlechter Scherz" auf der Insel

Christian Schulte-Loh im Gespräch mit Marianne Allweis und André Hatting

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Unterstützer der "Remain"-Kampange gegen den Brexit mit langen Gesichtern (Rob Stothard/PRESS ASSOCIATION, dpa picture alliance)
Die Unterstützer der Kampange gegen den Brexit zeigten sich nach der Abstimmung enttäuscht (Rob Stothard/PRESS ASSOCIATION, dpa picture alliance)

Der deutsche Comedian und Wahl-Londoner Christian Schulte-Loh setzt nach dem Brexit-Votum auf Galgenhumor. Er hofft, dass er nach einem Berlin-Besuch nun noch zurück auf die Insel darf.

Er fände es das schönste an der Geschichte, wenn sich die Mehrheit für den Brexit als schlechter Scherz entpuppte, sagte Schulte-Loh im Deutschlandradio Kultur. "Ich befürchte, das ist zum ersten Mal ein Thema, wo alle irgendwie ernst drangegangen sind. Irgendwie habe ich in den letzten Wochen das Gefühl gehabt, dass der Spaß aufgehört hat."

Nun kämen neue Witze dazu, man müsse das mit Humor nehmen. "Das schöne Wort Galgenhumor kommt ja wahrscheinlich jetzt wieder zum Tragen." Nun müsse der Eurotunnel geflutet werden und die Engländer dürften beim Viertelfinale nicht mehr mitspielen.

Von Ergebnis überrascht

Der Komiker sagte, er habe bis zum gestrigen Votum nicht geglaubt, dass es eine Mehrheit für den Brexit geben könnte. Er habe gedacht, dass es 60 zu 40 zugunsten des Verbleibs in der EU ausgehen werde.

Christian Schulte-Loh ist seit Jahren als deutscher Komiker in London erfolgreich und hat sich im Mutterland der Comedy durchgesetzt. Ein Magazin schrieb über ihn: "Ein lustiger Deutscher - der Einzige!”.

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