Choreograph Tom Schilling mit 97 Jahren gestorben

    Eine Außenansicht der Komischen Oper mit dem Logo des Hauses in Berlin Mitte.
    Der Choreograph Tom Schilling leitete jahrelang das Tanztheater der Komischen Oper Berlin. © picture alliance / dpa / XAMAX
    Vor allem in der Tanzszene der DDR galt der Choreograph Tom Schilling als genialer Erfinder einer eigenen Bewegungssprache. Im Januar ist der langjährige Leiter des Tanztheaters der Komischen Oper Berlin gestorben - kurz vor seinem 98. Geburtstag. Das wurde erst jetzt bekannt, weil der Künstler selbst es so verfügt hatte. Schilling feierte mit seinen Choreographien weltweit Erfolge. Dazu zählen die Ballette "Undine", "Wahlverwandtschaften", "Die schwarzen Vögel" oder seine Version des Tschaikowsky-Klassikers "Schwanensee". Schillings Arbeit fußte auf dem klassischen Ballett sowie auf den zeitgenössischen Entwicklungen des Ausdrucktanzes. Bevor er das Tanztheater an der Komischen Oper gründete, war er Choreograph am Nationaltheater Weimar und an der Staatsoper Dresden. Neben dem Kunstpreis und dem Nationalpreis der DDR bekam Schilling 1994 den Deutschen Tanzpreis für sein Lebenswerk.