China ordnet eine landesweite Inventur in staatlichen Museen an

Ein Gemälde aus der Zeit der Ming-Dynastie taucht zum Millionenwert auf einer Auktion auf, obwohl es eigentlich in einem Museum lagern sollte. Dieser Fall hat in China jetzt zu Konsequenzen geführt: Laut der Hong Konger Zeitung ”South Morning China Post” hat die Regierung in Peking jetzt eine landesweite Inventur in allen staatlichen Museen angeordnet. Es solle festgestellt werden, was da sein sollte und was wirklich da ist. Vorausgegangen waren Vorfälle im Nanjing-Museum. Dort sollen im Laufe der Zeit Werke verschwunden sein. Das genannte Gemälde aus der Ming-Dynastie stammte vom chinesischen Künstler Qiu Ying. Wie mehrere andere Bilder wurde es 1959 von der Familie eines Sammlers gestiftet. Das Nanjing-Museum hat sich für die Vorfälle öffentlich entschuldigt und systemische Probleme sowie einen Vertrauensbruch gegenüber Spendern eingeräumt.