CDU und AfD wollen Stolpersteine im sächsischen Heidenau ablehnen

Messingfarbene Stolpersteine auf Gehwegen erinnern in vielen deutschen Städten an Verfolgte des NS-Regimes. Die Idee des Künstlers Gunter Demnig gibt es seit den 1990er Jahren - sie wurde und wird in vielen europäischen Städten aufgenommen. Nun wollen Stadträte von AfD und CDU im sächsischen Heidenau die Verlegung von Stolpersteinen in Zukunft ablehnen. Der Stadtrat soll am Donnerstagabend darüber abstimmen. Viele Bürger, Angehörige und Initiativen würden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen empfinden, heißt es im fraktionsübergreifenden Beschlussantrag. Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so "dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist". Die Idee der Stolpersteine ist nicht unumstritten. Kritiker wie die ehemalige Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch argumentieren, dass die Namen und Schicksale ermordeter Menschen buchstäblich mit Füßen getreten werden. Viele andere jüdische Vertreter, darunter der aktuelle Zentralratspräsident Josef Schuster, haben sich für das Projekt ausgesprochen.