Seit 20:03 Uhr Konzert

Dienstag, 31.03.2020
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 17.02.2020

CDU-Parteivorsitz"Friedrich Merz ist ein Garant für Rot-Rot-Grün"

Hajo Schumacher im Gespräch mit Korbinian Frenzel

Beitrag hören Podcast abonnieren
Friedrich Merz (CDU) steht hinter einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon. (dpa /Kay Nietfeld)
Der CDU-Politiker Friedrich Merz spricht am 13. Februar 2020 beim Forum Mittelstand in Berlin. (dpa /Kay Nietfeld)

Ein Mann der Wirtschaft mit klarem konservativen Profil. So bringt sich der CDU-Politiker Friedrich Merz als Kanzlerkandidat ins Rennen. Nach Auffassung des Journalisten Hajo Schumacher muss diese Kandidatur jedoch scheitern.

Nach einer aktuellen Umfrage glauben 40 Prozent der Deutschen, dass der 64-jährige Friedrich Merz ein guter Spitzenkandidat für CDU und CSU bei der kommenden Bundestagswahl wäre.

"Die Straße mag ihn. Egal auf welcher Bierzeltveranstaltung er auftritt – die Leute toben", kommentiert dies der Journalist Hajo Schumacher. Merz' Rückhalt in der eigenen Partei sei allerdings weniger stabil. "Sein Problem ist, dass er in der Partei nicht wohlgelitten ist", sagt unser Studiogast.

Viele in der CDU legten Merz zur Last, dass er sich in den letzten zehn Jahren einen mehr als schlanken Fuß gemacht habe. Merz habe in einer Zeit viel Geld verdient, als sich andere CDU-Politiker auf Bürgerversammlungen hätten beschimpfen lassen müssen - "gerade auch in diesen Flüchtlingsjahren, in diesen harten Jahren". 

"Er müsste einmal eine Wahl gewonnen haben"

Zudem sei Merz als Großverdiener und als Erfinder des Begriffs "Leitkultur" das ideale Feindbild des rot-rot-grünen Spektrums. Entsprechend würde Merz als Kanzlerkandidat ganz sicher enorm mobilisieren - allerdings im linken Lager. "Friedrich Merz ist ein Garant für Rot-Rot-Grün", sagt Schumacher.

Zwar gebe es bei vielen Menschen in Deutschland eine Sehnsucht nach einer konservativen Politik früherer Zeit, die Merz verkörpern könne - "stramm rechts, aber nicht außerhalb des demokratischen Spektrums". Wenn Merz aber diese Sehnsucht erfolgreich bedienen wolle, bräuchte er ein Amt. "Er müsste einmal eine Wahl gewonnen haben", meint Schumacher.

(huc)

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur