Care fordert Hilfen für Bildung in Afrika

09.06.2007
Die Hilfsorganisation Care Deutschland hat die Beschlüsse des G8-Gipfels von Heiligendamm kritisiert. "Wir müssen dafür sorgen, dass eine verbesserte Bildung in Afrika greift", sagte Care-Sprecher Thomas Schwarz. Denn nur, wer wirklich informiert sei, wird sich anders verhalten, nicht nur was geschützten Sexualverkehr angehe, sondern auch, was die Ernährung und viele andere Dinge betreffe.
Auch die fehlende Energieversorgung sei ein strukturelles Problem, das mittelbar mit der Bekämpfung von Krankheiten in Afrika zu tun habe. Wenn man Bildung vermitteln wolle, aber die Kinder zu Hause keine Möglichkeit hätten, Licht zu machen, würden sie nicht so gut lernen. Schwarz weiter: "Das sind alles Dinge, die hören sich so an, als ob sie mit Aids nichts zu tun hätten, aber es sind strukturelle Herausforderungen, über die leider überhaupt nicht gesprochen wurde."

Schwarz kritisierte in diesem Zusammenhang die von den Teilnehmern des G8-Gipfels geforderte Verringerung der Korruption in Afrika. Es sei zwar notwendig und erforderlich, dass man über gute Regierungsführung spreche und sie einfordere. Aber die "Korruptionskeule" schwingen sollten nur diejenigen, in deren Ländern keine Korruption vorkomme.