Canal+ wird wegen Monopol-Missbrauchsverdachts untersucht

    Diese Bildercollage zeigt den französischen Geschäftsmann Vincent Bolloré bei einer Veranstaltung zum 200-jährigen Jubiläum der französischen Tageszeitung Le Figaro im Pariser Grand Palais sowie das Logo des Fernsehsenders Canal+.
    Der Canal+-Konzern unter der Leitung von Vincent Bolloré ist der größte Geldgeber der französischen Filmindustrie. © AFP / JULIEN DE ROSA LIONEL BONAVENTURE
    Die Film-Firma Canal+ wird wegen eines Missbrauchsverdachts ihrer Monopol-Position im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Ausstrahlung von Filmen untersucht. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf interne Firmenquellen. Die französische Wettbewerbsbehörde hatte zuvor in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie einem audiovisuellen Unternehmen "Beschwerdepunkte" mitgeteilt hat, ohne jedoch dessen Identität zu nennen. Der Canal+-Konzern unter der Leitung des konservativen Milliardärs Vincent Bolloré ist der größte Geldgeber der französischen Filmindustrie. Im Mai hatte Bolloré die Zusammenarbeit mit 600 französischen Filmschaffenden aufgekündigt. Der Protest dagegen hatte sich bis nach Hollywood ausgebreitet. Schauspieler wie Javier Bardem, Mark Ruffalo und der britische Regisseur Ken Loach unterschrieben eine Petition.