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Interview / Archiv | Beitrag vom 05.10.2016

Bundeswehr Bald kommen die Cyber-Soldaten

Falk Steiner im Gespräch mit Anke Schaefer

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Soldaten des Logistikbataillons 171 sind zum Appell angetreten. (dpa / picture alliance / Jens Wolf)
Die Bundeswehr bekommt Verstärkung durch Cyber-Experten. (dpa / picture alliance / Jens Wolf)

Das Bundesverteidigungsministerium und die Bundeswehr rüsten auf - doch nicht bei Panzern und Waffen, sondern im Digitalen. Schon im kommenden Jahr soll eine Truppe von mehr als 13.000 Mann bereit stehen - ihre Aufgabe: die Verteidigung in einem Cyber-War.

Das Internet hat für Staaten eine neue Dimension der Bedrohung geschaffen - den Cyberwar. Um Spionage und Attacken auf Informationsnetze abwehren zu können, stellt das Bundesverteidigungsministerium jetzt eine eigene Truppe zusammen. Diese Soldaten werden es sein, die Deutschland in einem möglichen Cyberwar verteidigen sollen.

Zunächst würden im Ministerium 130 Stellen geschaffen, sagte Falk Steiner aus unserem Hauptstadtstudio. Im Frühjahr 2017 werde die militärische Entsprechung mit 13.500 Dienstposten bereitgestellt, bestehend aus Soldaten und zivilem Personal.

Wettrüsten der Armeen im Digitalen

"Es geht ganz klar um die strukturelle Modernisierung der Bundeswehr, das Digital-Thema beschäftigt natürlich auch die Truppe intensiv", so Steiner. Man könne hier bereits ein Wettrüsten zwischen den verschiedenen Armeen dieser Welt beobachten.

Einer der großen Knackpunkte sei dabei die Regelung der Zuständigkeiten unter den Behörden und die Frage, "wie darf man auf was dann eigentlich reagieren".

Momentan seien für Cyber-Attacken im Inland die Polizei, das Bundesamt für Verfassungschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zuständig.

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(Deutschlandfunk, Computer und Kommunikation, 16.07.2016)

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