Bundesärztekammer begrüßt Tarifabschluss für Universitätskliniken
Der Ärztestreik wird nach Ansicht des Präsidenten der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, beendet werden. Er sei sicher, dass die Mitglieder des Marburger Bundes (MB) von dem mit den Ländern geschlossenen Tarifvertrag überzeugt werden könnten, sagte Hoppe heute früh im Deutschlandradio Kultur. Ein längerer Streik hätte bei den Verhandlungen auch nicht mehr erreichen können. Außerdem sei das Hauptziel – ein eigener arztspezifischer Tarifvertrag – erreicht worden. Dafür habe sich der dreimonatige Streik gelohnt.
Hoppe weiter: "Das Problem war, wenn man an ver.di weiter gehangen hätte, wäre man weiterhin von ver.di abhängig gewesen. So kann man jetzt differenzieren, denn die Arbeitswelt von anderen Gruppen im Öffentlichen Dienst ist völlig anders als die von Ärzten. Das ist jetzt Neuland, was betreten worden ist und es war nötig. Deswegen ist das eine Angelegenheit, die die drei Monate wert war, obwohl ich natürlich weiß, dass viele darunter stark gelitten haben."
Hoppe begrüßte, dass nun Ärzte selbst entscheiden können, ob und wie viele Überstunden sie machen wollen. Gleichzeitig bedauerte er die ungleichen Tarifabschlüsse in Ost- und Westdeutschland. Die Ärzte in den neuen Bundesländern würden darüber zu Recht "in Harnisch" geraten. Aber in den Verhandlungen sei nicht mehr zu erreichen gewesen.
Hoppe geht davon aus, dass die Finanzierung der Gesundheitsreform nicht ohne höhere Kosten für die Versicherten möglich sei. Wenn man das heutige Niveau halten wolle – das bereits schlechter sei als vor zwei Jahren –, werde man das nicht für umsonst bekommen. Hoppe weiter: "Wir sind kein besonders teures Land – was uns da eingeredet wird, stimmt ja nicht. In anderen Ländern gibt es riesige graue Märkte, die nicht gemessen werden und deswegen auch nicht mit uns verglichen werden können. Bei uns gibt es so gut wie keinen grauen Markt. Also, hier müssen wir erstmal alles auf die Füße stellen und miteinander vergleichen – und dann müssen wir uns entscheiden, wie viel wir für unser Gesundheitswesen ausgeben wollen als Bürger dieses Landes."
Das vollständige Gespräch können Sie für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.
Hoppe begrüßte, dass nun Ärzte selbst entscheiden können, ob und wie viele Überstunden sie machen wollen. Gleichzeitig bedauerte er die ungleichen Tarifabschlüsse in Ost- und Westdeutschland. Die Ärzte in den neuen Bundesländern würden darüber zu Recht "in Harnisch" geraten. Aber in den Verhandlungen sei nicht mehr zu erreichen gewesen.
Hoppe geht davon aus, dass die Finanzierung der Gesundheitsreform nicht ohne höhere Kosten für die Versicherten möglich sei. Wenn man das heutige Niveau halten wolle – das bereits schlechter sei als vor zwei Jahren –, werde man das nicht für umsonst bekommen. Hoppe weiter: "Wir sind kein besonders teures Land – was uns da eingeredet wird, stimmt ja nicht. In anderen Ländern gibt es riesige graue Märkte, die nicht gemessen werden und deswegen auch nicht mit uns verglichen werden können. Bei uns gibt es so gut wie keinen grauen Markt. Also, hier müssen wir erstmal alles auf die Füße stellen und miteinander vergleichen – und dann müssen wir uns entscheiden, wie viel wir für unser Gesundheitswesen ausgeben wollen als Bürger dieses Landes."
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