Bund und Länder einigen sich auf Eckpunkte zu KI und Kultur

Bund und Länder haben sich auf ein Eckpunktepapier zum Thema Kultur und Künstliche Intelligenz geeinigt. Das Papier wird als "Fortschrittsagenda" bezeichnet. Selbsterklärtes Ziel ist es, den Kultursektor zu einem - Zitat - "gestaltenden Akteur im KI-Zeitalter" zu machen. Die Chancen der KI für Kunst und Kultur sollen aktiv genutzt, mögliche Risiken erkannt und gezielt gesteuert werden. Kulturstaatsminister Weimer betonte das Potenzial von KI für den Kultursektor. Der Präsident der Kulturministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Minister für Kultur Teuber, betonte: "Wer kreativ arbeitet, muss davon auch im KI-Zeitalter leben können." Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats findet allerdings dass das Papier Probleme ignoriert. Als Beispiel nannte er im Deutschlandfunk Kultur den massiven Arbeitsplatzverlust und dass freiberufliche Künstlerinnen und Künstler um ihre Existenz fürchten, weil die KI zur Konkurrenz wird. Davon steht nach seiner Lesart kein einziges Wort in dem Papier. "Stattdessen verspricht man uns so etwas wie das moderne Schlaraffenland."