Buhrow will möglichst kostenneutrale Reform von ARD und ZDF

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Tom Buhrow,will die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zunächst weitgehend kostenneutral finanzieren. Neuerungen und Investitionen sollten möglichst durch Umschichtungen in den Haushalten der Anstalten erreicht werden. Dennoch werde es auch in Zukunft steigende Rundfunkbeiträge geben. Es sei mathematisch unmöglich, dass der Rundfunkbeitrag nicht steigen werde. Buhrow äußerte sich vor dem Hintergrund des Skandals beim Rundfunk Berlin-Brandenburg in einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus. Dabei forderte er eine "ehrliche Debatte" unter anderem über die künftige Anzahl von Sendern oder eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Anstalten. Es sei auch legitim, „an die Intendantengehälter zu gehen“. Allerdings würde selbst die Einsparung aller Intendantengehälter zu keiner Verringerung des Rundfunkbeitrages führen, sagte Buhrow und verwies auf Berechnungen des Landesrechnungshofs von Sachsen-Anhalt.