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Aus den Archiven / Archiv | Beitrag vom 13.09.2014

BürgerrechtlerMartin Luther King in Berlin

Vor 50 Jahren besuchte der schwarze Baptistenpfarrer West- und Ostberlin

Vorgestellt von Frank Ulbricht

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Der amerikanische Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer Martin Luther King, Bischof Otto Dibelius und der Regierende Bürgermeister Willy Brandt am 13.09.1964 in Berlin zum Tag der Kirche (picture-alliance/ dpa)
1964 in Berlin: Martin Luther King, Otto Dibelius und Willy Brandt (v. lks.) (picture-alliance/ dpa)

Ein missglückter Fluchtversuch über die Mauer, ein amerikanischer Soldat, der den Halbtoten in den Westsektor zieht und dabei eine diplomatische Krise auslöst. Und mitten in diesem Ost-West-Konflikt erscheint er: ein US-amerikanischer Bürgerrechtler und Pfarrer, ein Schwarzer dazu - Martin Luther King.

Der Baptistenpfarrer kommt am 12. September 1964 nach Berlin, in eine Stadt, die gerade eine Teilung hinter sich hat. Er selbst hatte drei Monate zuvor sein Ziel erreicht, die Rassentrennung in den USA offiziell aufzuheben – und weiß, dass diese deutsche-deutsche Teilung von vielen Menschen nicht gewollt wird. Deshalb bewegen seine Themen wie soziale Gerechtigkeit und Freiheit für alle Bürger, egal welcher Hautfarbe, Religion und politischer Anschauung, die Menschen hier auch ganz besonders. „Hier sind auf beiden Seiten der Mauer Gottes Kinder, und keine durch Menschenhand gemachte Grenze kann diese Tatsache auslöschen", sagt Martin Luther King in seiner Predigt, die er in Ost- und West-Berlin hält.

Wir erinnern an den Besuch, dokumentieren, wie RIAS, Deutschlandfunk und DDR-Rundfunk darüber berichteten und zeigen, welche Bedeutung dieser Besuch für die Friedliche Revolution 1989 hatte.

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