Bücher von Sally Rooney werden nicht mehr in Großbritannien verkauft

Die Bücher der irischen Bestsellerautorin Sally Rooney werden in Großbritannien künftig nicht mehr verkauft. Das teilten Rooney und ihr Verlag Faber am Mittwoch mit. Hintergrund ist Rooneys Unterstützung der propalästinensischen Gruppe Palestine Action, die die britische Regierung als Terrororganisation verboten hat. Rooney will ihre Tantiemen an die Gruppe weitergeben. Wegen der geltenden Gesetze kann Faber diese Einnahmen allerdings nicht an die Autorin auszahlen. Deshalb bietet der Verlag ihre Werke in Großbritannien künftig in keinem Format mehr an. Außerhalb des Landes bleiben die Bücher erhältlich. Nach Rooneys Worten hat sie ihre Überzeugungen und Absichten stets offen dargelegt und ist bereit, die Konsequenzen zu tragen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist das Verbot von Palestine Action juristisch weiter umstritten. Der britische Supreme Court verhandelt im November über eine Berufung gegen das Verbot. Rooney ist mit ihren Büchern "Gespräche mit Freunden" und "Normale Menschen" bekannt geworden - letzteres wurde als Serie verfilmt.