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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 28.05.2009

Bücher, Jukebox, Künstlerinterviews

Von Jörg Schieb

Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)
Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)

Auf der Homepage von volkslesen.tv tragen Menschen ihre Lieblingsstellen auf Büchern vor. Die Seite mixtape.de bündelt die zahllosen Musikangebote im Netz. Und bei tvnoir.de gibt es Künstlerinterviews mal ganz anders.

www.volkslesen.tv

Einen Text zu lesen, ist eine Sache. Einen Text vorzulesen, eine ganze andere. – Und ganz normalen Menschen beim Vorlesen zuzuhören, das ist wieder etwas anderes – und mitunter richtig spannend, denn wann hat man schon mal Gelegenheit dazu.

Genau das ist aber das Konzept von volkslesen.tv. Hier lesen Menschen aus Büchern vor, die sie besonders mögen, die ihnen wichtig sind. Ein paar Seiten, ihre Lieblingsstellen, alles vor laufender Kamera. Die Videos gibt es auf volkslesen.tv zu sehen – und natürlich zu hören.

Der Macher der Seite lässt sich wirklich was einfallen, holt interessante Leute vor die Kamera und setzt so Schwerpunktthemen. Hinter der Kategorie "SPD liest" finden sich Parteivertreter, die zum Beispiel das Grundgesetz vorlesen – und damit auch irgendwie interpretieren.

Vokslesen.tv ist keine Mitmachplattform im Web-2.0-Stil. Hier kann also nicht einfach so jeder mitmachen. Der Betreiber der Seite sucht sich die Vorleser aus, nimmt die Videos auf und stellt sie ins Netz. Sehr schöne Idee.

www.mixtape.me

Für Musikfans ist das Internet nun wirklich ein wahres Eldorado: Hier gibt es nicht nur Musik zu hören, völlig legal, sondern auch Musikvideos, Songtexte, Musiker-Biografien und Backgrounder zum Nachschlagen.

Das Problem ist nur: All das ist übers gesamte Netz verstreut. Nicht immer einfach, das Gewünschte zu finden.

Außer, man nutzt www.mixtape.me. Hier wird alles schön übersichtlich gebündelt. Einfach den Titel eines Songs oder den Namen eines Musikers ins Suchfeld eingeben, schon erklingt der gewünschte Song aus den PC-Boxen, erscheinen die gewünschten Infos auf dem Bildschirm.

Wer sich bei Mixtape kostenlos anmeldet, kann eigene Playlisten anlegen und sich so stundenlang mit Musik berieseln lassen. Schön ist auch die Vernetzung mit anderen Usern. Mixtape bringt zum Beispiel Leute mit ähnlichem Musikgeschmack zusammen. Wer das nutzt, der bekommt so manchen guten Tipp für andere Bands oder Musiktitel.
Die Musik kommt bei MixTape als Stream im Computer an. Man kann die Musik anhören, aber nicht herunterladen oder speichern. Mit entsprechenden Zusatzprogrammen lässt sich aber auch diese Hürde nehmen.
MixTape: Ein schönes Angebot für alle, die gerne Musik hören.

www.tvnoir.de

Webseiten, die sich mit Musik beschäftigen, die Musik streamen oder aktuelle Musikvideos zeigen, die gibt es mittlerweile reichlich im Internet. "TV Noir" beschäftigt sich auch mit Musik, ist aber anders, denn www.tvnoir.de ist eine Musik-Talkshow im Web.

Die Talkshow selbst findet jeden ersten Sonntag im Monat in einem Berliner Café statt, moderiert von Gastgeber Tex, der auch die Seite betreut. Zu jeder Show sind zwei Gäste eingeladen, meist deutschsprachige Sänger oder Songwriter, unbekannte, aber auch durchaus schon mal bekanntere Künstler wie Eva Briegel von der Popgruppe Juli.

Die Show wird aufgezeichnet und die interessantesten Ausschnitte dann auf "TV Noir" gesendet. Als YouTube-Video und in schwarzweiß. Zum einen, um einen unverwechselbaren Look zu bieten, zum anderen aber auch, um über die vergleichsweise schlechte Bildqualität der mit Hobbykameras gedrehten Bilder hinwegzutäuschen.

TV Noir ist trotzdem oder deswegen einzigartig und sympathisch. Die Interviews sind interessant, und immer gibt es Musikeinlagen, natürlich unplugged. Wie es sich für Onlineangebote gehört, können die User natürlich auch abstimmen. In der Rubrik "Geküsst!" können sie ihre Favoriten küren und alles kommentieren. Eine erfrischende Art, Musik zu präsentieren. Ungekünstelt – und unkommerziell. Schön.

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