Buchhandlung geht rechtlich gegen Aussagen vom Kulturstaatsminister vor

    Der Buchladen «Zur schwankenden Weltkugel» in der Kastanienallee in Berlin
    Die Buchhandlung "Zur schwankenden Weltkugel" in Berlin ist wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste der Gewinner des Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen worden. © picture alliance / dpa / Annette Riedl
    Die Äußerung von Kulturstaatsminister Weimer gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" hat juristische Konsequenzen. Weimer hatte dort erklärt, dass es sich bei den drei vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen um "politische Extremisten" handele. Die Buchhandlung "Zur Schwankenden Weltkugel" aus Berlin hat den Kulturstaatsminister nun mit einem Schreiben abgemahnt. Weimer greife "rechtswidrig in Grundrechte ein", erklärte der Rechtsanwalt der Buchhandlung. Die Bezeichnung als Extremisten sei "stigmatisierend". Bewertungen staatlicher Stellen müssten auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage beruhen. Sollte Weimer bis zum kommenden Montag seine Diffamierung nicht zurücknehmen, werde er vor Gericht darlegen müssen, was gegen die Buchläden vorliegen soll, hieß es.