Buchhalter und Stimmungskanone

Von Andreas Ulrich · 20.04.2008
Noch vor ein paar Jahren waren Stadionsprecher in deutschen Fußballarenen lediglich eine Art Buchhalter. Sie verkündeten vor Beginn der Begegnung die Mannschaftsaufstellungen und im Laufe der Partie die aktuellen Spielstände, Namen von Torschützen und die Auswechslungen.
Inzwischen ist als Stadionsprecher in der Bundesliga zunehmend der Typ Showmaster gefragt, der dem Publikum gut gelaunt das Produkt Fußball verkauft. Der Job am Mikrofon verlangt jedoch immer auch eine ordentliche Portion Psychologie. Was etwa tun, wenn aus dem eigenen Fanblock rassistische Sprechchöre ertönen? Und darf ein Stadionsprecher eigentlich Partei ergreifen für seine Mannschaft oder muss er neutral bleiben?

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