Buchhändler aus Essen verweigert Preis aus Protest gegen Entscheidung des Kulturstaatsministers

Das Eingreifen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei der Auswahl für den deutschen Buchhandlungspreis sorgt weiter für Kritik und jetzt auch für Solidaritätsbekundungen: Aus Protest nimmt der Buchhändler Dennis Hasemann aus Essen seine Auszeichnung nicht an. Der Preis sei nachhaltig beschädigt, sagte er im Deutschlandfunk. Das Verfahren sei ein zu starker Eingriff in künstlerisches Handeln und verletze demokratische Grundprinzipien. Es bedeute schlussendlich eine verfassungsrechtliche Überprüfung. Das sei harter Tobak und übergriffig. Insgesamt sei die Solidarität für die betroffenen Buchhandlungen groß, so Hasemann weiter. Es würden auch Spenden gesammelt. Kulturstaatsminister Weimer hat seine Entscheidung mehrfach gegen Kritik verteidigt, seinen eigentlichen Vorwurf gegen die Buchläden aber bisher nicht konkretisiert.