Buchenwald-Verbände wollen Kulturstaatsminister Weimer nicht bei Gedenken dabei haben

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer
    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer © picture alliance / dpa / Gregor Fischer
    Zwei Buchenwald-Verbände haben Kulturstaatsminister Wolfram Weimer aufgefordert, auf einen öffentlichen Auftritt beim Gedenken zur Befreiung des Konzentrationslagers zu verzichten. In einem offenen Brief werfen sie Weimer vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Er habe mehrfach das Zitat von Heinrich Heine "Der Taufschein ist die Eintrittskarte zur Europäischen Kultur" benutzt. Es bedeute für viele ehemalige Häftlinge des Lagers Buchenwald und ihre Nachkommen, dass sie aus Weimers Sicht nicht zum Bereich der europäischen Kultur gehören, heißt es darin. Die Autoren nehmen auch Bezug auf die aktuelle Kontroverse über Weimers Entscheidung, drei linke Buchläden wegen verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis streichen zu lassen. Die beiden Organisationen sind Zusammenschlüsse von Angehörigen politischer Häftlinge des Lagers.