Britische Studie: Theater-Streaming ist keine Konkurrenz zu Live-Abenden

    Szenenbild aus der Fotoprobe von "Barocco". Stimmungsvolle Bühnensituation mit einer Gruppe von Menschen, die nur als Silhouetten zu erkennen sind.
    Live schauen die Briten sich Theater gerne an, aber auch gestreamte Abende werden immer beliebter. © picture alliance / dpa / Markus Scholz
    Gestreamte Theaterabende oder Kinofassungen von Live-Aufführungen, sind in Großbritannien sehr beliebt. Nun wollte das National Theatre in London wissen, ob Formate wie "NT-Live" und "NT at Home", dem Theater selbst Besucher wegnehmen. Eine Studie kam zu dem Schluss, dass das nicht so ist. Gestreamtes Theater habe sogar das Potenzial, das Theaterpublikum zu vergrößern, berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Über 90 Prozent der Streamer hatten auch ein Theater besucht. Wichtigster Grund waren die niedrigen Kosten im Vergleich zu einem klassischen Theaterabend. Vor allem ein junges Publikum erreichen die Theater mit diesen Angeboten: Die Hälfte der befragten Streamer waren jünger als 35 Jahre. Die Zeitung zitiert einen Regisseur, der die neue Kunstform nun vorantreiben will und sich für bessere Filmfassungen der Dramen einsetze. Man bräuchte mehr Kameras für verschiende Perpektiven. Gerade die Möglichkeit von Nahaufnahmen sahen Fachleute als Vorteil gegenüber dem Live-Abend.