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Diskurs | Beitrag vom 02.02.2020

Bremer Literaturpreis 2020 Zwei ausgezeichnete Romane

Moderation: Lothar Müller

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Barbara Honigmann posiert in ihrer Wohnung in Straßburg anlälich ihres 70. Geburtstags 2019.  (picture alliance / dpa / Violetta Heise)
Barbara Honigmann in ihrer Straßburger Wohnung. (picture alliance / dpa / Violetta Heise)

Der Bremer Literaturpreis ging an Barbara Honigmann, der Förderpreis an Tonio Schachinger. Am Vorabend der Verleihung stellten die Preisträger ihre Romane vor und diskutierten mit dem Juryvorsitzenden Lothar Müller.

Barbara Honigmann bekam den Bremer Literaturpreis für den Roman "Georg". Dieser Roman ist eine Hommage an ihren Vater, der "zu Hause Mensch und auf der Straße Jude" war. Einfühlsam und mit Humor erzählt sie von seinen dramatischen Liebesgeschichten, unterschiedlichen Berufen und vielen Wohnorten. "Er hat Orte, Adressen und Ehen aneinandergereiht und nichts besessen, außer seinen beiden Töchtern."

Tonio Schachinger erhielt den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis für sein Debüt "Nicht wie ihr". Im Mittelpunkt seines Textes steht ein besonders talentierter und cooler Fußballspieler. Schachinger führt den Leser in ein für die deutschsprachige Literatur eher ungewöhnliches Milieu. Er erzählt von Rassismus, Männerbildern und davon, wie wichtig es für einen jungen Menschen ist, einer starken Persönlichkeit zu begegnen, die zum Förderer wird.

Barbara Honigmann: "Georg" 
Carl Hanser Verlag, 2019
160 Seiten, 18 Euro

Tonio Schachinger: "Nicht wie ihr"
Verlag Kremayr und Scheriau, 2019
304 Seiten, 22,90 Euro

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