Breakdance-Ampel in Dessau erinnert an Hip-Hop zu DDR-Zeiten

    Ein Breakdancer mit seinem Ghettoblaster.
    Ein Breakdancer mit seinem Ghettoblaster. © imago/ZUMA Press
    Dass Breakdance einst von Amerika nach Deutschland schwappte, ist wohl vielen bekannt. Dass die Tanzform jedoch bereits zu DDR-Zeiten auch auf Dessaus Straßen Einzug hielt, wohl weniger. Aber genau das sollen nun neue Ampeln an einem Übergang in der Bauhaus-Stadt dokumentieren. Die Breakdance-Ampel soll unter anderem dem Dessauer B-Boy Beatschmidt gewidmet sein, der einst zu den Stars der Stadtszene gehörte. Gleichzeitig soll das Lichtzeichen symbolisch für die sogenannten B-Boys und B-Girls in Dessau, in der DDR und in Ostdeutschland stehen. Die Breakdance-Szene in Dessau und Ostdeutschland entstand in den Achtzigerjahren - nahezu zeitgleich zu der in Westdeutschland, allerdings ohne direkten Kontakt nach Amerika. Neben dem Tanz spielten Graffiti und Rap eine große Rolle - der Film "Beatstreet" ließ die Begeisterung ab 1985 weiter wachsen. Das führte auch dazu, dass die Bewegung irgendwann sogar staatlich gefördert wurde.