Brandenburg will Nachlass von DDR-Künstlerin Annemirl Bauer sichern

In der DDR galt die Malerin und Grafikerin Annemirl Bauer als Regimekritikerin - und das zu Recht, wie Brandenburgs Kulturministerin Schüle findet. Sie bezeichnete Bauer gerade als "außergewöhnlich mutige Künstlerin", die "mit ihrer Kunst und ihrem politischen Engagement Grenzen überschritten" hat. Schüle verkündete bei einem Besuch im Annemirl Bauer Haus in Mühlenfließ auch, dass das Land Brandenburg den umfangreichen Nachlass der Künstlerin langfristig sichern will. Es handelt sich demnach um rund 16.000 Arbeiten. Die Ministerin will mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst auch ausloten, wie das künstlerische Erbe löffentlich zugänglich gemacht werden kann. Bisher kümmert sich Bauers Tochter Amrei um den Nachlass. Annemirl Bauer beschäftigte sich in ihren Werken mit Geschlechterrollen, Selbstbestimmung, Umweltzerstörung und Menschenrechten. Sie machte Anwerbeversuche der Stasi öffentlich, was zeitweise zum Ausschluss aus dem Verband bildender Künstler führte. Damit wurden beispielsweise Ausstellungen unmöglich.