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Fazit / Archiv | Beitrag vom 03.03.2010

"Boxhagener Platz"

Jörg Taszman über einen überdurchschnittlich guten deutschen Film

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Die DDR im kleinen 1968. Der Boxhagener Platz in Ost-Berlin. Ein Fleischer ist ein unverbesserlicher Nazi geblieben, ein ehemaliger Spartakist hat seine Träume nicht völlig aufgegeben und bewundert revolutionäre Studenten im Westen der Stadt.

Im Mittelpunkt steht jedoch eine ebenso resolute wie rüstige Frau über 60, die ihren Enkel mit ihren Männergeschichten beeindruckt.

"Boxhagener Platz" ist ein Film über die kleinen Leute, der sich nie anbiedert, nie falsch wirkt und die DDR weder verharmlost noch dämonisiert, sondern einfach einmal in all ihrer auch skurrilen Alltäglichkeit und Komplexität wieder aufleben lässt.

Das grandiose Schauspielerensemble um Michael Gwisdek , Gudrun Ritter, Jürgen Vogel und Meret Becker tut ein Übriges, um uns mit einem wirklich überdurchschnittlich guten deutschen Film im noch frischen Kinojahr zu beglücken.

Deutschland 2009, Regie: Matti Geschonneck, Hauptdarsteller: Samuel Schneider, Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Horst Krause, Jürgen Vogel, Meret Becker, 103 Minuten, ab sechs Jahren

Filmhomepage Boxhagener Platz

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"Boxhagener Platz"

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