Botschafter einer neuen Orchesterkultur
Etwa 100 junge Musiker spielen in den Projektphasen der Jungen Deutschen Philharmonie zusammen. Seit seiner Gründung 1974 gehört das Orchester zu den besten des Landes, die Junge Deutsche Philharmonie ist ein sich ständig erneuerndes Eliteensemble. Selbstverantwortung und demokratische Entscheidungsfindung gehören zu den künstlerischen Spielregeln, zum Selbstverständnis der Orchestergemeinschaft.
So jung wie die Orchestermusiker ist eigentlich auch das Repertoire, das sie spielen: Neue Musik gehört zum regelmäßigen Repertoire, Musik des 20. Jahrhunderts ist ein Muss, die geschickten Kombinationen mit der klassisch-romantischen Literatur eröffnen immer wieder neue "Hörzugänge".
Die Junge Deutsche Philharmonie ist eigentlich überall dort, wo das Besondere, das Neue gefragt ist. Die Musiker gastieren in der Berliner Philharmonie - hier auf Einladung der Philharmoniker -, sie gastieren in der Alten Oper Frankfurt, in der Hamburger Musikhalle, in Köln und München. Das Orchester besucht Festivals und tourt durch die Welt.
Zu den Dirigenten und Solisten, die mit der Jungen Deutschen Philharmonie bereits gearbeitet haben, gehören Daniel Barenboim, Gary Bertini, Pierre Boulez, Witold Lutosławski, Karlheinz Stockhausen, Christian Tetzlaff, Lorin Maazel und viele andere. Seit einigen Jahren ist Lothar Zagrosek Erster Gastdirigent des Orchester und ständiger Berater.
Herausragendes Interpretationsniveau, engagiertes Musizieren und eine ungewöhnliche Programmkonzeption werden immer wieder von der Kritik herausgehoben. Diese Qualitäten des Orchesters sind dann auch mehrfach prämiert worden. Die Junge Deutsche Philharmonie hat ihren Stammsitz in Frankfurt am Main, sie wird von der Stadt, vom Bund und vielen anderen Institutionen unterstützt.
Musik von sowjetischen Komponisten steht heute Abend auf dem Konzertprogramm - vor allem die berühmte 7. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch - die "Leningrader" - ist ein zeitgeschichtliches Werk par excellence. Der Komponist widmete sie den Opfern der deutschen Belagerung der Stadt Leningrad, verarbeitete in ihr aber wie in vielen anderen seiner Werke auch das tägliche Ringen um Leben und Freiheit innerhalb des stalinistischen Systems. Musik und Politik - nie war ihr Verhältnis so eng und so gestört wie in den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts. Die französische Kultureinrichtung "Cité de la Musique" hat vor einem Jahr in einer verdienstvollen Ausstellung die ästhetischen und individuellen Seiten der Musikpolitik der Nazizeit in Deutschland beleuchtet. Diese Ausstellung mit dem Titel "Das 'Dritte Reich' und die Musik" ist nun seit einer Woche auf ihrer einzigen Station in Deutschland zu sehen, im ostbrandenburgischen Schloss Neuhardenberg und zwar noch bis zum 25.6.2006. Im Nicolai-Verlag ist der Katalog zur Ausstellung erschienen.
Volker Michael stellt die wichtigsten Exponate in der Konzertpause bei einem akustischen Rundgang mit dem Kurator Pascal Huynh vor.
Im Anschluss unterhält sich Stefan Lang mit der Orchestermanagerin Sonja Epping über die Projekte der Jungen Deutschen Philharmonie.
Live aus der Philharmonie Berlin
Sergej Prokofjew
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 36
ca. 20:40 Uhr Konzertpause mit Nachrichten und anschließend:
- "Das 'Dritte Reich' und die Musik" - Volker Michael über die Ausstellung der "Cité de la Musique" in Neuhardenberg
- Stefan Lang im Gespräch mit Sonja Epping
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 7 D-Dur ("Leningrader")
Janine Jansen, Violine
Junge Deutsche Philharmonie
Leitung: Andrey Boreyko
Die Junge Deutsche Philharmonie ist eigentlich überall dort, wo das Besondere, das Neue gefragt ist. Die Musiker gastieren in der Berliner Philharmonie - hier auf Einladung der Philharmoniker -, sie gastieren in der Alten Oper Frankfurt, in der Hamburger Musikhalle, in Köln und München. Das Orchester besucht Festivals und tourt durch die Welt.
Zu den Dirigenten und Solisten, die mit der Jungen Deutschen Philharmonie bereits gearbeitet haben, gehören Daniel Barenboim, Gary Bertini, Pierre Boulez, Witold Lutosławski, Karlheinz Stockhausen, Christian Tetzlaff, Lorin Maazel und viele andere. Seit einigen Jahren ist Lothar Zagrosek Erster Gastdirigent des Orchester und ständiger Berater.
Herausragendes Interpretationsniveau, engagiertes Musizieren und eine ungewöhnliche Programmkonzeption werden immer wieder von der Kritik herausgehoben. Diese Qualitäten des Orchesters sind dann auch mehrfach prämiert worden. Die Junge Deutsche Philharmonie hat ihren Stammsitz in Frankfurt am Main, sie wird von der Stadt, vom Bund und vielen anderen Institutionen unterstützt.
Musik von sowjetischen Komponisten steht heute Abend auf dem Konzertprogramm - vor allem die berühmte 7. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch - die "Leningrader" - ist ein zeitgeschichtliches Werk par excellence. Der Komponist widmete sie den Opfern der deutschen Belagerung der Stadt Leningrad, verarbeitete in ihr aber wie in vielen anderen seiner Werke auch das tägliche Ringen um Leben und Freiheit innerhalb des stalinistischen Systems. Musik und Politik - nie war ihr Verhältnis so eng und so gestört wie in den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts. Die französische Kultureinrichtung "Cité de la Musique" hat vor einem Jahr in einer verdienstvollen Ausstellung die ästhetischen und individuellen Seiten der Musikpolitik der Nazizeit in Deutschland beleuchtet. Diese Ausstellung mit dem Titel "Das 'Dritte Reich' und die Musik" ist nun seit einer Woche auf ihrer einzigen Station in Deutschland zu sehen, im ostbrandenburgischen Schloss Neuhardenberg und zwar noch bis zum 25.6.2006. Im Nicolai-Verlag ist der Katalog zur Ausstellung erschienen.
Volker Michael stellt die wichtigsten Exponate in der Konzertpause bei einem akustischen Rundgang mit dem Kurator Pascal Huynh vor.
Im Anschluss unterhält sich Stefan Lang mit der Orchestermanagerin Sonja Epping über die Projekte der Jungen Deutschen Philharmonie.
Live aus der Philharmonie Berlin
Sergej Prokofjew
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 36
ca. 20:40 Uhr Konzertpause mit Nachrichten und anschließend:
- "Das 'Dritte Reich' und die Musik" - Volker Michael über die Ausstellung der "Cité de la Musique" in Neuhardenberg
- Stefan Lang im Gespräch mit Sonja Epping
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 7 D-Dur ("Leningrader")
Janine Jansen, Violine
Junge Deutsche Philharmonie
Leitung: Andrey Boreyko
