Bonner Haus der Geschichte muss Auskunft über Herkunft des Schabowski-Zettels geben

    Ein Mitarbeiter platziert in Bonn (Nordrhein-Westfalen) im Haus der Geschichte den Schabowski-Zettel.
    Der Schabowski-Zettel im Haus der Geschichte © picture alliance / dpa / Oliver Berg
    Der jahrelange Rechtsstreit um den Schabowski-Zettel zur Öffnung der Berliner Mauer 1989 ist beendet. Das Haus der Geschichte in Bonn wird die Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen nicht weiterverfolgen. Man akzeptiere die Entscheidung, teilte das Museum mit. Demzufolge muss nun einem Journalisten darüber Auskunft gegeben werden, wer den handgeschriebenen Zettel für 25.000 Euro an das Haus der Geschichte verkauft hat. Das Museum hatte dem Käufer Anonymität zugesichert. Gerichte gaben der Klage des Journalisten unter Berufung auf Auskunftsansprüche der Presse zweimal statt. SED-Politbüromitglied Günter Schabowski ging am 9. November 1989 in die Weltgeschichte ein, als er bei einer Pressekonferenz auf die Frage, ab wann die neuen Reiseregelungen für DDR-Bürger gelten würden, antwortete: "Sofort, unverzüglich." Wenig später führten diese Worte zur ungewollten Maueröffnung in Berlin.