Bolzplatz-Kicken und Martinsumzüge sind immaterielles Kulturerbe in Deutschland

    Kinder begrüßen am 07.11.2013 in Köln (Nordrhein-Westfalen) beim Martinszug der Montessori Grundschule Am Pistorhof den Darsteller des Heiligen Martin und sein Pferd.
    Martinszug in Köln © picture-alliance / dpa / Henning Kaiser
    Das Kicken auf dem Bolzplatz und das handwerkliche Anfertigen von Herrenbekleidung zählen nun zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Das teilten die Kulturministerkonferenz, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und die Deutsche Unesco-Kommission mit. Das entsprechende bundesweite Verzeichnis ist um fünf Traditionen erweitert worden. Neu hinzugekommen sind auch die Martinsumzüge mit Laternen im Rheinland, die Schaustellerkultur auf Volksfesten und die traditionelle kleine Küstenfischerei an der Ostseeküste und in den Boddengewässern. Das bundesweite Verzeichnis soll "kreative, inklusive und innovative" Kulturformen würdigen. Es ist kein Verzeichnis der Unesco, sondern Deutschlands. Einträge aus den nationalen Verzeichnissen können aber für eine von drei internationalen Unesco-Listen vorgeschlagen werden.