Bolivianische Clowns protestieren gegen Dekret zur Einschränkung von Schulfeiern

In Boliviens Hauptstadt La Paz sind Dutzende Clowns auf die Straße gegangen. Sie protestierten vor dem Bildungsministerium gegen ein Regierungsdekret, das Schulfeiern einschränkt. Für solche Feiern werden in Bolivien oft Clowns engagiert. Die Unterhaltungskünstler sehen daher ihre Existenz bedroht. Die neue Vorschrift der Regierung verlangt, dass Schulen jährlich 200 Unterrichtstage einhalten. Feiern sind während regulärer Schultage nicht mehr erlaubt und können höchstens freiwillig am Wochenende stattfinden. Das Dekret werde ihn und seine Kollegen wirtschaftlich treffen, beklagte Wilder Ramírez von der örtlichen Clown-Gewerkschaft - und fügte hinzu: "Kinder müssen lachen". Vertreter der konservativen bolivianischen Regierung erklärten, man werde die Kritik der Clowns bei der Ausarbeitung eines Dekrets für das Schuljahr 2027 berücksichtigen.