Blindenschrift: Braille für Aufnahme als immaterielles Kulturerbe nominiert

Deutschland und Frankreich wollen die Brailleschrift als immaterielles Kulturerbe anerkennen lassen. Wie die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn mitteilte, wurde die gemeinsame Nominierung bei der Weltkulturorganisation eingereicht. Der zuständige Ausschuss will Ende 2027 darüber entscheiden. Die 1825 vom erblindeten Louis Braille entwickelte Punktschrift ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen das Lesen und Schreiben durch Tasten. Nach Angaben der UNESCO-Kommission steht Braille für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Mit der Bewerbung soll die weltweite Bedeutung dieser Kulturtechnik gewürdigt und ihr Erhalt langfristig gesichert werden.