Neue Ausstellung

    Blick der "Schwarzen Diaspora" auf die Moderne: "Along the Color Line"

    Der Eingang zum Kölner Museum Ludwig
    Das Kölner Museum Ludwig © picture alliance / dpa / Horst Galuschka
    Zu seinem 50-jährigen Bestehen präsentiert das Museum Ludwig in Köln seit dem Wochenende eine große interdisziplinäre Überblicksausstellung. Sie will die Kunst der internationalen, sogenannten "Schwarzen Diaspora" in Beziehung zur europäischen Moderne setzen. Neben Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien spielen dabei auch Literatur und Musik der Schwarzen Diaspora eine Rolle. Der Begriff meint die weltweite Gesamtheit von Menschen afrikanischer Abstammung, die außerhalb des afrikanischen Kontinents leben. Die Schau ”Along the Color Line. Spuren einer Transatlantischen Moderne” ist bis zum 7. März 2027 zu sehen. Bisher habe sich der Blick auf die Moderne an weißer, westeuropäischer und nordamerikanischer Kunst orientiert, teilte das Museum mit. In europäischen Museen seien Schwarze Künstlerinnen und Künstler oftmals nur schwach oder gar nicht vertreten. Diese Unterrepräsentation verweise auf tief verwurzelte koloniale und gesellschaftliche Machtverhältnisse, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichten. Die Ausstellung soll nach Angaben des Museums auch die Frage beantworten, ob und wie Künstler aus der Schwarzen Diaspora die Moderne aufgenommen und weiterentwickelt oder sich bewusst von ihr abgegrenzt haben. Anhand von Bewegungen wie der Harlem Renaissance in den USA oder der Négritude-Bewegung in Europa werden die Beziehungen zwischen den Kontinenten nachgezeichnet und die Auswirkungen auf heutige Kunstproduktion untersucht.