"Black Box Diaries" - Film japanischer MeToo-Aktivistin wird nun auch in Heimat gezeigt

    In Tokio überqueren viele Menschen eine Kreuzung, ihre Körper sind Silhouetten.
    Der Film "Black Box Diaries" einer MeToo-Aktivistin wird weltweit gezeigt - ab Dezember 2025 läuft er nun auch in Tokio. © picture alliance / Westend61 / Kerstin Bittner
    "Black Box Diaries" - so heißt ein Film über eine der wenigen MeToo-Aktivistinnen in Japan. Anfang des Jahres war er für einen Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert. Weltweit wird der Streifen gezeigt - nur in Japan selbst nicht. Das soll sich nun ändern: Ab Dezember kommt er in Tokio ins Kino - in ein einziges. Das teilte der Filmbetreiber am Freitag mit. In "Black Box Diaries" erzählt die Journalistin Shiori Ito ihre eigene Geschichte: Sie wirft einem Fernsehreporter vor, sie 2015 vergewaltigt zu haben. Itos Vorwürfe wurden von der Polizei zunächst ignoriert, sie kämpfte jahrelang um Gerechtigkeit und erhielt in einem Zivilprozess schließlich Recht. Der Film war bisher offiziell aus rechtlichen Gründen um den Schutz der Persönlichkeitsrechte von gezeigten Menschen nicht zu sehen. Er wurde jetzt an einigen Stellen geändert.