Björk zeigt sich solidarisch mit den Menschen in Grönland

    Die isländische Sängerin und UN-Umweltaktivistin Björk hält am 6. November 2008 eine Pressekonferenz im europäischen Hauptquartier in Brüssel ab.
    Sängerin Björk wendet sich an die Menschen in Grönland © AFP / DOMINIQUE FAGET
    Erst am Wochenende hat US-Präsident Trump erneut gefordert, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten werden soll. Nun hat sich die isländische Sängerin Björk mit einer Solidaritätsbotschaft an die dort lebenden Menschen gewandt. Sie wünsche ihnen Segen in ihrem Kampf um Unabhängigkeit, schrieb die 60-Jährige auf Instagram. Kolonialismus habe ihr immer wieder kalte Schauer über den Rücken gejagt, betonte Björk weiter - als Anspielung auf das Verhältnis von Grönland zu Dänemark. Die Insel ist seit den 1950er-Jahren keine Kolonie mehr, sondern ein weitgehend autonomer Teil Dänemarks. Auch Björks Heimat Island hat eine koloniale Vergangenheit. Das Land könnte nach Einschätzung des Politologen Herfried Münkler ebenfalls in den Fokus von US-Präsident Trump geraten. Auf diese Weise könnten die Vereinigten Staaten den Atlantik beherrschen, "ohne Verpflichtungen in Europa zu haben", führte Münkler im Deutschlandfunk aus.