Biologisch abbaubare Halsketten beim Mardi Gras

Die diversen Karnevalsfeiern sind in diesen Tagen auf dem Höhepunkt, nicht nur hierzulande. Die Frage, wie eine solche Party nachhaltig und umweltfreundlich sein kann, ist vermutlich beim Feiern nicht die dringlichste. Beim Mardi Gras in New Orleans versuchen sie es trotzdem. Halsketten in allen Farben sind dort kaum wegzudenken. Sie werden von den Paradewagen in die Menge geworfen und dann von den Feiernden um den Hals getragen. Früher waren die Ketten aus Glasperlen. Heute sind sie meist aus billigem Plastik. Viele lassen sie nach einer durchzechten Nacht achtlos liegen. Sie verstopfen Wasserkanäle und verseuchen als Mikroplastik die Pflanzen und Tierwelt. Deswegen setzen die Vereine jetzt auf biologisch abbaubare Ketten. "Die Leute haben keinen Bock auf das Plastik, oft ducken sie sich sogar weg", berichten Veranstalter. Nach verschiedenen Versuchen und Forschungen mit Mikroalgen sind sie jetzt bei Modellen gelandet, die im 3 D-Drucker hergestellt werden und aus Stärke und Okrasamen bestehen. Die können nach der Party direkt eingepflanzt werden. 3-tausend dieser "PlantMe-Ketten" werden jetzt an die Karnevalsvereine verschenkt.