Biennale-Eklat in Südafrika: umstrittenes Werk soll in einer Kirche gezeigt werden

Neue Wendung im Streit um die von der Biennale in Venedig verbannte Performance aus Südafrika: Nun soll "Elegy" von Gabrielle Goliath zwar nicht auf dem Gelände der weltweit größten Kunstausstellung gezeigt werden, dafür aber in einer benachbarten Kirche. Ab dem 4. Mai zeigt Goliath ihre Videoinstallation in der Chiesa die Sant Antonin. Der südafrikanische Pavillon bleibt unterdessen leer. Die britsche Zeitung "The Guardian" zitierte die Künstlerin mit den Worten, die Präsentation ihres Werks in Venedig sei von entscheidender Bedeutung. Die Absage habe „einen gefährlichen Präzedenzfall“ geschaffen. Der südafrikanische Kulturminister Gayton McKenzie hatte Goliaths Werk blockiert, weil es sich unter anderem auch mit dem Krieg im Gazastreifen befasst. Erfolglos hatte Gabrielle Goliath versucht, ihren Pavillon juristisch gegen die südafrikanische Regierung durchzusetzen. Die Länderpavillons der Biennale werden von den jeweiligen Regierungen organsiert. 2026 beginnt die Biennale in Venedig am 9. Mai.