Berliner Studiengang für Grabungstechnik bleibt doch bestehen

    Stefan Tesselow, Grabungsleiter, und Christoph Heiermann (r), Referatsleiter am Landesamt für Archäologie Sachsen, sprechen über eine Ausgrabung auf dem künftigen Trassenverlauf einer Fernwärmeleitung bei Leipzig.
    Hier haben Grabungstechniker etwas entdeckt: In Leipzig sind vermutlich 3.000 Jahre alte Gruben entdeckt worden. © picture alliance / dpa / Jan Woitas
    Um Geld zu sparen, sollte der Studiengang für Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft gestrichen werden. Jetzt wurde überraschend bekannt, dass er doch erhalten bleibt. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, hat der Akademische Senat der HTW dagegen gestimmt, den Studiengang zu kürzen. Wie alle Berliner Hochschulen muss auch die HTW sparen, weil sie weniger staatliche Zuschüsse bekommt, als zunächst angenommen. Wäre der Studiengang dem Sparzwang geopfert worden, würden pro Jahr 10 bis 20 Grabungstechniker und -technikerinnen fehlen. In Deutschland wird fast jedes größere Bauprojekt archäologisch begleitet. Fachleute müssen vorher prüfen, ob archäologische Bodendenkmäler gefährdet sind. Die freie Wirtschaft ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Archäologie, die unter Nachwuchsmangel leidet.