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Fazit | Beitrag vom 11.03.2021

Berliner PilotprojektEndlich wieder Theater

Oliver Reese im Gespräch mit Andrea Gerk

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Der Schauspieler Nico Holonics hat in der einen Hand einen Bierbecher, in der anderen einen rauchenden Joint, Auf seinem T-Shirt steht "Null Probleomo". (Julian Röder)
Zuschauer und Zuschauerinnen können Schauspieler Nico Holonics wieder live sehen - mit Maske und negativem Corona-Test. (Julian Röder)

In Berlin soll in einem Pilotprojekt getestet werden, wie die Öffnung im Kulturbereich gelingen kann. Der Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, hofft, dass es bei diesem Experiment nicht bleibt.

Noch im März sollen in Berlin die ersten Bühnen wieder bespielt werden. Bei neun Veranstaltungen werden die Bedingungen für weitere Öffnungen im Kulturbereich ausgelotet. Bei diesem Pilotprojekt sind neben der Philharmonie und der Staatsoper auch die Volksbühne und das Berliner Ensemble dabei.

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Berliner Ensemble-Intendant Oliver Reese freut sich über die Möglichkeit "mal wieder ein Gefühl dafür zu kriegen, wie das so war: Theater live und in Farbe." Gezeigt wird "Panikherz" von Benjamin von Stuckrad-Barre als modernes Musical, ein Stück, das das Berliner Ensemble seit zwei Jahren im Repertoire hat.

Getestet und mit Maske

"Wir haben mit Absicht den Piloten nicht genutzt, um schnell noch eine Premiere unterzuschieben", sagt Reese. Das wäre unfair gegenüber den Theatern gewesen, die noch nicht öffnen können.

Wer zu den Vorstellungen will, braucht einen aktuellen negativen Corona-Test und muss während des Stücks eine FFP2-Maske tragen. Im Detail würden sich die einzelnen Veranstaltungen an den verschiedenen Häusern aber unterscheiden, betont Reese. Schließlich sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie Kultur unter Pandemie-Bedingungen funktionieren kann: "Es gibt eine unabhängige Projektkoordinatorin, bei der am Ende die Informationen zusammenlaufen."

BE-Intendant Oliver Reese lächelt in die Kamera. (picture alliance/ Britta Pedersen)Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, hofft auf weitere Öffnungen nach dem Pilotprojekt. (picture alliance/ Britta Pedersen)

Im Gegensatz zum Anfang des letzten Lockdowns, als nur jeder vierte Platz besetzt werden durfte, kann nun die halbe Platzkapazität ausgeschöpft werden. Die Stühle sind dabei im Schachbrett-Muster angeordnet. "Im Prinzip gibt es immer rechts, links einen Platz frei. Wer allerdings als Pärchen aus einem Haushalt kommt, darf auch zu zweit neben einander sitzen."

Das Experiment soll weitere Öffnungen vorbereiten

Reese hofft, dass aus dem Pilotprojekt ein Sprungbrett für weitere Öffnungen im kulturellen Bereich wird, und zwar unabhängig von Inzidenzzahlen. Wichtig sei vor allen Dingen Planbarkeit, unterstreicht der Intendant.

"Ich könnte mir vorstellen, dass Berlin nach diesem Experiment einen speziellen Berliner Weg geht", sagt Reese. In keiner anderen deutschen Stadt sei die Kultur so eng mit dem Image verbunden und auch im Stadtbild verankert. Das war vor Corona so und solle nun wieder hergestellt werden, so Reese: "Das würde ich mir wünschen."

(beb)

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