Berliner Museum gibt Skulptur aus einem Ankauf während der NS-Zeit zurück

Eine Figur im Berliner Bode-Museum stammt aus einem Ankauf während der NS-Zeit. Nun geht die Skulptur "Christus an der Säule" zurück an die Erben des ursprünglichen Eigentümers. Wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte, stammt die Statuette aus der Sammlung des Journalisten und Herausgebers Albin von Prybram-Gladona, der 1929 Anteile des Bayerischen Verlags kaufte. Aufgrund jüdischer Verwandtschaft wurde er verfolgt und musste Teile seiner Kunstsammlung verkaufen. Die Stiftung ordnete die Skulptur daher als verfolgungsbedingten Verlust ein. Das Werk zeigt den besonders im 17. Jahrhundert beliebten Andachtsbildtyp des Christus vor einer niedrigen Geißelsäule und könnte laut Stiftung in Süddeutschland oder Österreich entstanden sein.
Die Skulptur "Christus an der Säule" aus dem Berliner Bode-Museum stammt aus einem Ankauf während der NS-Zeit und geht nun zurück an die rechtmäßigen Erben der Familie Prybram-Gladona.