Berliner Ausstellung widmet sich Mongolen-Herrscher Dschingis Khan

Der mongolische Herrscher Dschingis Khan nannte sich "ozeangleich". Innerhalb weniger Jahrzehnte schuf er ein gigantisches Weltreich. Es reichte von China über Zentralasien bis in die Ukraine. In Europa gilt er bis heute als brutaler Eroberer, in der Mongolei wird er als Nationalheiliger verehrt. Die James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel eröffnet heute die Sonderausstellung "Dschingis Khan und die Welt der Mongolen". Anlass ist der 800. Todestags des Herrschers im kommenden Jahr. Dschingis Khan vereinte die zerstrittenen Stämme Zentralasiens, baute einen militärisch strukturierten Staatsapparat nach Dezimalsystem auf, führte eine eigene mongolische Schriftkultur ein und erweiterte beständig sein Herrschaftsgebiet. In der Sonderschau sind viele archäologische Funde erstmals außerhalb des Landes zu sehen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Dschingis-Khan-Nationalmuseum in Ulaanbaatar und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften. Sie läuft bis zum 18. April kommenden Jahres