Berlinale-Team stellt sich hinter Intendantin Tricia Tuttle

In der Diskussion um Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle hat sich ihr Team öffentlich hinter sie gestellt. In einem offenen Brief auf der Internetseite des Festivals heißt es: "Wir stehen voll und ganz hinter der großartigen Tricia Tuttle. Sie ist klug und fair. Niemand brennt mehr für die Werte, die dieses Festival für das Kino hier in Deutschland und weltweit so wichtig machen." Auch etliche Kulturschaffende solidarisieren sich mit Tuttle. Bei einer Krisensitzung zur Berlinale ist nach Angaben der Bundesregierung keine Entscheidung über die Zukunft von Tuttle getroffen worden. Das teilte ein Sprecher von Kulturstaatsminister Weimer mit. Weiter hieß es, die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale würden in den kommenden Tagen fortgesetzt. Tuttle steht in der Kritik, weil es auf dem Festival zu israelfeindlichen Äußerungen von Teilnehmern gekommen war. Unter anderem hatte ein syrisch-palästinensischer Regisseur Deutschland auf der Gala vorgeworfen, an einem Genozid in Gaza mitzuwirken. Der Kulturstaatsminister hatte die Sondersitzung der Berlinale-Trägergesellschaft kurzfristig einberufen. In der Berichterstattung dazu war über eine mögliche Ablösung der Intendantin spekuliert worden.