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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 08.02.2014

BerlinaleFilme, die man gesehen haben muss

Tipps von Hörern für Hörer

Gäste: Hans-Ulrich Pönack und Aron Lehmann, Moderation: Gisela Steinhauer

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Plakate der 64. Berlinale am Potsdamer Platz (picture alliance / dpa / Paul Zinken)
Trotz Berlinale-Stress: Zwei Filmenthusiasten nehmen sich Zeit für Sie. (picture alliance / dpa / Paul Zinken)

Was sind Ihre Lieblingsfilme, -regisseure und -schauspieler? Filmkritiker Hans-Ulrich Pönack und Filmemacher Aron Lehmann sprechen über die eigene Kinoleidenschaft – und freuen sich auf die Beiträge der Hörerinnen und Hörer.

Vom 06.02 bis zum 16.02. ist wieder Berlinale-Zeit im Deutschlandradio Kultur mit vielen Sondersendungen – live aus unserem Festivalstudio. Da darf auch "Radiofeuilleton - Im Gespräch" nicht fehlen!

Wir diskutieren heute über "Filme, die man gesehen haben muss" und freuen uns über Tipps unserer Studiogäste und unserer Hörerinnen und Hörer.

Trotz der Berlinale-Hektik nehmen sich zwei ausgewiesene Filmfans Zeit für uns: Hans-Ulrich Pönack, genannt "Pöni“ - der dienstälteste Filmkritiker im Deutschlandradio. Mit ungebändigter Leidenschaft fällt er seit über 40 Jahren sein unbestechliches Urteil – ein wandelndes Filmlexikon, kein Wunder bei über 400 Filmen im Jahr!

Welche Filme haben ihn besonders beeindruckt?

"Wolfgang Staudtes 'Der Untertan': Das ist ein Film, der uns erzählt, woher wir kommen und warum wir so sind, wie wir sind, solche Preußen, das Buckeln. Einer der großen Filme, die ich immer wieder sehen kann! Dann: 'Spiel mir das Lied vom Tod' von Sergio Leone! Für mich ist jeder Film von ihm ein absolutes Muss!"

Die Reihe seiner Heroen ist lang, eine Auswahl:

"Martin Scorsese und Francois Truffaut: Immer wieder! Ich hatte keine tolle Kindheit und wenn ich da rauswollte, bin ich in Truffauts Filme gegangen und war glücklich! Roman Polanski: Einer der bedeutendsten Filmkünstler überhaupt! Robert de Niro: Immer! Ich liebe ihn abgöttisch! Meryl Streep: Meine absolute Göttin, ich verehre sie und verbeuge mich so tief, wie ich nur kann, vor ihr! Sir Anthony Hopkins: Der kann mir das Telefonbuch vorlesen."

Und nicht zu vergessen, der Filmkomponist Ennio Morricone:

"Er ist der Beethoven der Filmmusik. Das ist große Oper, er schwebt auf einer ganz anderen Ebene."

Filmemacher und leidenschaftlicher Kinogänger

"Es gibt Filme, die begegnen einem im richtigen Moment, dazu gehören für mich 'Der Club der toten Dichter' und 'Die Beschissenheit der Dinge'",

sagt dagegen der Regisseur und Drehbuchautor Aron Lehmann.

Sein Debütfilm "Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel" wurde mehrfach ausgezeichnet und steht in der Vorauswahl für den deutschen Filmpreis 2014. Der 32-Jährige ist ein leidenschaftlicher Kinogänger:

"Ich habe eine Schwäche für die 'New Hollywood'-Filme: Scorsese, Coppola, Nicholson, zum Beispiel 'Die Reifeprüfung': Ich weiß nicht, wie oft ich den gesehen habe. Oder die Filme der Coen-Brüder: Es gibt Filme, die könnte man hunderte Male sehen, ihre gehören dazu – zum Beispiel 'Fargo'."

Ganz oben auf seiner Liste:

"Pedro Almodovar: Einfach jeder seiner Filme, weil er Mut macht und so lebendig ist."

Mehr verraten Hans-Ulrich Pönack und Aron Lehmann heute von 9 Uhr 05 bis 11 Uhr im Gespräch mit Gisela Steinhauer. Und sie freuen sich auf die Lieblingsfilme, -regisseure und -schauspieler der Hörerinnen und Hörer. Beteiligen kann man sich per Telefon unter 00800 2254  2254  oder per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de.

FILMTIPPS – Lieblingsliste:

Pöni:
"Der Untertan", Regie: Wolfgang Staudte, DDR 1951
"Jack", Regie: Edward Berger, Deutschland 2014
 
Aron Lehmann:
"Der Club der toten Dichter", Regie: Peter Weir, USA 1989
 
Hörerinnen & Hörer:
"Lohn der Angst", Regie: Henri-Georges Clouzot, Frankreich 1953
"Momo", Regie: Johannes Schaaf, Deutschland 1986
"Casablanca", Regie: Michael Curtiz, USA 1942
"La strada – Das Lied der Straße", Regie: Federico Fellini, Italien 1954
"All is lost", Regie: J. C. Chandor, USA 2013
"2001: Odyssee im Weltraum", Regie: Stanley Kubrick, USA 1968
"Peter´s Friends", Regie: Kenneth Branagh, GB 1992
"Hiroshima, mon amour", Regie: Alain Resnais, Frankreich 1959
"Nebraska", Regie: Alexander Payne, USA 2013
"Beasts of the Southern Wild", Regie: Benh Zeitlin, USA 2012
"Die Beschissenheit der Dinge", Regie: Felix Van Groeningen, USA 2010
"Z", Regie: Costa-Gavras, Frankreich 1969
"The apartment", Regie: Billy Wilder, USA 1960
"Der Feuerwehrball", Regie: Miloš Forman, Japan 2004
"Der Ozeanpianist", Regie: Giuseppe Tornatore, 1998
"Die Reifeprüfung", Regie: Mike Nichols, USA 1967
"Bab´Aziz – Der Tanz des Windes", Regie: Nacer Khemir, Frankreich/Tunesien 2007 

Weitere Infos:

- über Hans-Ulrich Pönack:

- Liste seiner Rezensionen im Deutschlandradio Kultur

- über Aron Lehmann und den Film "Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel" 

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